FUN Euro 2015 Travemünde – Strammer Wind, strahlende Sonne, tolles Fest!

FUN Euro 2015 Travemünde – Strammer Wind, strahlende Sonne, tolles Fest!

Strammer Wind, strahlende Sonne, tolles Fest!

Ein wenig Skepsis war schon dabei, als wir uns vor einem Jahr entschieden, die FUN  Euro2015  in Travemünde zu segeln. An Selbstbewusstsein hat es uns bei der Entscheidung sicherlich nichtgefehlt.
Der Präsident der Deutschen Klassenvereinigung war allerdings eher skeptisch, wurde aber von der Euphorie angesteckt. Zur Travemünder Woche sollte die Fun Euro ausgesegelt werden. Dahin war es noch ein langer Weg. Die Kontaktaufnahme mit den Organisatoren der Travemünde Woche gestaltet sich problemlos und angenehm. Sie wollten die Fun Klasse gerne als Bestandteil in das Programm der Travemünder Woche aufnehmen, machten aber deutlich, dass sie eine stattliche Anzahl von Boden erwarten. Untergrenze sollte die Beteiligung von 15 Booten sein. Damit ging das Problem schon los. Alles war perfekt organisiert, auch die Website und die online Anmeldung. Leider blieb bis wenige Wochen vor dem Start die Meldezahl bei acht Booten stehen. Das führt fast zwangsläufig zu einer doch sehr direkten Mahnung durch die Veranstalter, die damit drohten, die Funs aus dem Programm zu nehmen. Insbesondere die Italiener waren sehr zurückhaltend. Dies blieb auch so, denn letztlich gab es nur zwei italienische Boote die teilgenommen haben. Ihnen ist der Weg zu weit… Das war natürlich deutlich zu wenig, aber selbst mit Geld und guten Worten konnte man unsere italienischen Freunde nicht in den Norden an die Ostsee locken. Immerhin war das einzige aktive französische Boot ix-elles (Philippe Burger) als Teilnehmer gemeldet und trat auch an. Insgesamt kamen wir dann auf 14 Meldungen. Auf dem Wasser fanden sich dann allerdings nur elf Boote wieder. Dennoch, wir wollten das Beste daraus machen. Bemerkenswert ist, dass Thomas Heyden mit seiner “Oscar” erstmals an einer Regatta teilgenommen hat und mit seinem Boot auf eigenem Kiel aus Boltenhagen anreiste um mit einer bunt zusammengewürfelten Crew ordentlich mitzusegeln. Respekt! Wir hatten Glück mit dem Wetter. Am Samstag wurden drei Wettfahrten gesegelt bei Sonne und strammen Wind. Alles war professionell organisiert, an Land wie auf dem Wasser. Die Kurse lagen perfekt. Schwierig war nur die Wahl des Vorsegels: Fock oder Genua, Genua oder Fock??? Die Meinungen auch auf der Bahn gingen auseinander. Es zeigte sich, dass bei etwa 13-15 Knoten Wind die Fock der Genua nicht unterlegen ist. Wir auf der Woodstock hatten versehentlich die alte Genua mitgenommen, so dass uns die Wahl abgenommen wurde. Wir segelten die drei Wettfahrten konsequent mit der Selbstwendefock, nicht die schlechteste Wahl. Es zeigte sich gleich, dass die beiden italienischen Boote das Feld dominieren sollten. Die erste Wettfahrt gewann Roberto Benedetti aus Bella Italia die zweite Wettfahrt der italienische Klassenpräsident Marco Redaelli. Nach drei Wettfahrten lag Roberto Benedetti vor Marco Redaelli, bestes deutsches Boot auf Platz 3 war die Woodstock von Jan Kramer, gefolgt von der Cosi FUN Tutte mit Tobias Hoh. Zwischen diesen beiden deutschen Boden sollte es bis zum Schluss noch ein erbitterter spannender Kampf werden.
Pech hatte die gut gesegelte Spoosmoker: nach der zweiten Wettfahrt brach ein Unterwant und anschließend der Mast gleich doppelt. Das bedeutet das frühe Aus und für die Crew Volksfest statt Segelevent. Schade!

Zweiter Tag. Überraschung: Schwachwind am Sonntag: nach langer Stabverschiebung hatte die Wettfahrtleitung doch Mut gefasst und zumindest eine Wettfahrt versucht. Bei etwa 4-5 Knoten Wind bedeutete dies allerdings Nervenkrieg und bei drehenden Winden und abgekürzter Wettfahrt ein wenig Glücksspiel. Cosi FUN Tutte gewann vor der Woodstock.
Am Montag, dem dritten Wettfahrttag gab es wieder ordentlich Wind, wieder zwischen zwölf und 16 Knoten aus West. Drei Wettfahrten, wobei die ersten beiden wiederum von Roberto Benedetti dominiert wurden. Er trat als sicherer Gewinner in der letzten Wettfahrt nicht mehr an. Diese gewann dann Cosi FUN Tutte und sicherte sich damit  den dritten Platz vor der Woodstock, die punktgleich auf den undankbaren vierten Platz abrutschte.

Für das Rahmenprogramm war ebenfalls bestens gesorgt. Am Samstag hat die Klassenvereinigung ein kleines Bratwurst-Grillen mit Bier bei guter Stimmung organisiert. Michael Saffenreuter hatte alles dabei und hat sich als Grillmeister einen Namen gemacht. Stimmung war prima und wir haben uns auf den neuen Tag gefreut. Am Sonntagabend wurden wir von den Organisatoren zum Grillen eingeladen. Leider war es saukalt, so dass wir es nicht lange auf dem Steg direkt am Wasser ausgehalten haben.
Die Siegerehrung am Montagabend war zwar kurz aber sehr gut organisiert. Schade war nur, dass einige Crews bei der Siegerehrung fehlten. Das sollte nicht sein.
Die Travemünde Woche hat allen viel Spaß gemacht, sowohl auf dem Wasser wie auch an Land. Das schöne ist eben, dass sich das Segelevent mit dem Volksfest nahtlos verbindet. Die Stimmung war klasse, Wetter und Revier auch!
Als Resümee kann man sagen, es war eine schöne Veranstaltung, es hat sich gelohnt, auch wenn die Beteiligung doch sehr gering war.  Alle Rennen wurden übrigens von SAP getrackt, so dass man jedes Rennen später noch am Bildschirm analysieren kann. Tolle Technik!

Nächsten Jahr werden wir die Euro in Italien Segeln. Die Italiener werden im Herbst entscheiden, wo es hingeht.
Jan Kramer

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